Mögliche Komplikationen in der Übersicht
Jede einzelne Operation birgt Risiken. So ist es nicht verwunderlich, dass auch bei einer fachmännisch durchgeführten Brustvergrößerung Komplikationen möglich sind. Jede Patientin ist allerdings individuell und neigt zu unterschiedlichen Komplikationen, weshalb auch die Größe des Operationsrisikos nur im persönlichen Voruntersuchungsgespräch festgemacht werden kann. Aus diesem Grund begrenzen wir uns auf die nachfolgende Aufzählung der möglichen Komplikationen. Im vorab stattfindenden Voruntersuchungsgespräch wird Ihnen Ihr Arzt dann nähere Informationen geben können. Die meisten Komplikationen entstehen zwar vielleicht schon während der Operation, werden aber erst nach dem Eingriff sicht- beziehungsweise spürbar.
Während der Operation - Es können bei der Patientin Blutungen entstehen, die vom behandelnden Arzt und seinem OP- Team heutzutage aber schnell wieder gestillt werden können, sodass die Patientin von der Aufruhr um sie herum nichts mitbekommt.
Nach der Operation - Nach dem Eingriff treten deutlich mehr und häufiger Komplikationen auf als während der Operation. Zumindest werden diese Komplikationen erst nach dem Eingriff deutlich. Zu diesen postoperativen Komplikationen zählt vor allem die Entstehung einer Kapselfibrose. Die Hülle, die sich bei jeder Frau nach einer Brustvergrößerung um das Implantat bildet, wird hierbei hart und die Patientin erleidet im schlimmsten Fall große Schmerzen. Wenn sich diese natürliche Fremdkörperreaktion zu einer Kapselfibrose entwickelt, sollten Sie auf keinen Fall zögern und sich an Ihren behandelnden Arzt wenden. Er muss dann entweder nur das, sich darum gebildete, Narbengewebe entfernen oder ein neues Implantat einsetzen.
Neben dieser möglichen Komplikation besteht, wie bei jedem anderen chirurgischen Eingriff, auch bei einer Brustvergrößerung die Gefahr, dass Thrombosen oder Embolien hervorgerufen werden. Auch eine allergische Reaktion, zum Beispiel auf die verwendeten Medikamente, kann auftreten. Abgesehen von diesen möglichen Komplikationen, entstehen in den meisten Fällen kleinere oder auch größere Begleiterscheinungen, wie zum Beispiel Wundheilungsstörungen, Schwellungen, Medikamentenunverträglichkeit, Schmerzen, Entzündungen, Blutergüsse oder Durchblutungsstörungen. Auch Sensibilitätsstörungen der Brust können in der ersten Zeit nach dem Eingriff auftreten. Bei manchen Patientinnen kann sich das Narbengewebe unschön entwickeln. Sollte nach der Brustvergrößerung noch ein Kinderwunsch bestehen, muss dies dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden, da je nach Operationsmethode die Milchgänge durchtrennt werden können.

Eine äußerst seltene Komplikation ist der Implantatdefekt. Teilweise wird er durch äußere Einflüsse oder durch die „Alterserscheinungen“ des Implantats hervorgerufen. Erkenntlich wird dies entweder durch eine optische Veränderung oder durch die Festigkeit der Brüste. Ist dies der Fall, muss die Patientin den behandelnden Arzt aufsuchen. Sollte das Implantat tatsächlich defekt sein, muss es ausgewechselt werden.
Mögliche Komplikationen, wie das „BottomingOut“, das „DoubleBubble“ oder das „Rippling“ sind zwar eher selten, sollen hier aber nicht unerwähnt bleiben. Das „Bottoming Out“ entsteht meist bei der Einlage über dem Brustmuskel vor und beschreibt das Abrutschen der Implantate in den unteren Teil der Brüste. Die Brustwarzen liegen dabei im oberen Teil der Brüste, da das Eigengewebe ebenfalls nicht abrutscht. Das „Double Bubble“ kann nur dann vorkommen, wenn das Implantat unter dem Brustmuskel eingelegt wurde. Optisch entsteht dann eine so genannte „Doppelbrust“, eine wellige Verformung der Brüste. Der Grund dafür ist, dass bei manchen Frauen das Eigengewebe nach einiger Zeit anfängt, herab zu hängen und das Implantat nicht mit nach unten rutschen kann. Das so genannte „Rippling“ beschreibt den Vorgang, wenn Implantate anfangen wellig oder faltig zu werden. Es tritt dann auf, wenn die Patientin nicht genügend Eigengewebe vorbringt oder der Brustmuskel das Implantat nicht vollständig abdecken kann.
