Der Inframammäre Zugang
Der Zugang über die Falte unter der Brust ist bei einer Brustvergrößerung die am häufigsten angewandte Methode. Er wird in der Fachsprache als inframammärer Zugang bezeichnet und gebietet dem operierenden Chirurgen den bestmöglichen Überblick über das Operationsfeld. Diese Operationstechnik ermöglicht auch das Einsetzen sehr großer Implantate und aller Formen.
Die Falte, über welche der Zugang ermöglicht wird, befindet sich direkt unter der Brust (Brustumschlagsfalte). Im Liegen ist nach der Operation daher vielleicht eine Narbe zu erkennen. Die gut ausgebildeten Chirurgen und die modernen Techniken halten die Narben aber so klein und fein, dass sie ein Laie kaum erkennen kann. Einer der bedeutenden Vorteile dieses Zugangs über die Brustfalte besteht im Gegensatz zu den anderen Methoden darin, dass das Risiko die Nervenbahnen und das Drüsengewebe zu verletzen, minimal ist. Aus diesem Grund sind Störungen der Empfindungen im Brustwarzenbereich äußerst selten. Auch bei der Krebsvorsorge ergeben sich durch diese Methode Vorteile, da sie grundsätzlich nicht durch das lästige Narbengewebe beeinträchtigt werden kann. Auch hinsichtlich der Infektionsgefahr kann diese Operationsvariante punkten.
Im Gegenteil zu den anderen Techniken, birgt der Zugang über die Falte unter der Brust das geringste Risiko einer Infektion. Statistisch gesehen ist diese Operationstechnik auf deutschem Gebiet eine der erprobtesten aller Methoden.

Bei rund achtzig Prozent aller Brustvergrößerungen wird diese Methode angewandt. Welche Methode allerdings letztendlich angewandt wird, wird im Beratungsgespräch zwischen dem operierenden Chirurgen und der Patientin gemeinsam besprochen und entschieden.
