08.02.2012

Der Transaxilläre Zugang

Der Zugang über die Achsel wird sehr gerne dann gewählt, wenn die Implantate sehr klein sind, eine runde Form haben, wenn die Implantatoberfläche glatt ist oder wenn auffüllbare Kochsalzimplantate eingesetzt werden sollen. In der Fachsprache bezeichnet man diese Operationstechnik als transaxillären Zugang.
Der Patientin wird bei dieser Methode ein etwa vier Zentimeter kleiner Schnitt in der Achselhöhle zugefügt. Der operierende Chirurg führt anschließend das einzusetzende Implantat durch einen Minitrichter ein und schiebt es bis hin zur Brust. Durch diese Methode ist gewährleistet, dass die Brust der Patientin absolut narbenfrei bleibt. Nur in der Achselhöhle ist dann eine kleine, feine Narbe zu erkennen, wenn die jeweilige Patientin ihre Arme hebt.

Der Nachteil dieser Operationstechnik besteht darin, dass man aufgrund des Haarwuchses und der Schweißdrüsen in der Achsel ein erhöhtes Infektionsrisiko eingeht. Der Prozess einer Infektion mit Hautkeimen läuft sehr langsam ab und ist äußerlich zunächst nicht erkennbar. Falls eine solche Infektion auftreten sollte, ist das Risiko der Entstehung einer Kapselfibrose drastisch erhöht. Zur Vorsorge sollten Sie hierbei beachten, dass Sie sich drei Tage vor dem Eingriff die Achselhaare epilieren und außerdem eine Keimreduzierende Waschlotion verwenden. Dadurch können Sie die Infektionsgefahr stark reduzieren.

Die Anwendung dieser Methode ist sehr kompliziert, da der Chirurg keinen Überblick über das Operationsfeld erlangt. Abgesehen davon erschwert die Distanz von der Achsel bis zur Brust die symmetrische Ausformung der Implantattasche.

Welche der Operationstechnik vom Chirurgen angewandt wird, können der Arzt und die Patientin im Voruntersuchungsgespräch gemeinsam entscheiden. Oftmals spielen aber auch die körperlichen Gegebenheiten der Frau bei der Entscheidung, welche Operationsmethode angewandt wird, eine große Rolle.