Perubalsam
Perubalsam hat seinen Namen daher, dass Mittelamerika zur Zeit seiner Eroberung mit Südamerika zusammen durch die Spanier insgesamt Peru genannt wurde. Womit wir gleich bei der Entstehung dieses Sekrets gelandet wären. Perubalsam ist nämlich ein aus der Rinde eines Baumes aus Süd- und Mittelamerika gewonnenes Harz. Es handelt sich um 12 Meter hohe Balsambäume, die zu der Gattung der Schmetterlingsblütler gehören und traubenförmige Blüten enthalten. Das Balsam duftet nach Vanille und Zimt. Schmecken tut es unverdünnt allerdings weniger. Schon zur Zeiten Amerikas Entdeckung war es als Heilmittel verbreitet und wird jetzt seit ca. 550 Jahren nach Europa importiert.
Tatsächlich enthält das Balsam ca. 250 Inhaltsstoffe, von denen bisher nur 190 analysiert sind, die es zu einem wichtigen Bestandteil der Pharmaindustrie machen.
Aber das Mittel wird auch in vielen weiteren Bereichen genutzt. Wie zum Beispiel als Aromastoff in Nahrungsmitteln, in Zigaretten, da es die Sucht beschleunigt, als Pilz-, Keim- oder Parasitenschutz und auch als Zusatzstoff in Kosmetikartikeln, wobei seit 2005 in den Kosmetikrichtlinien der EU der Einsatz des Mittels als Duftinhaltsstoff verboten wurde. In allen Bereichen darf es nur in geringen Dosen verwendet werden, denn zu hoch dosiert ist es giftig. Bei vielen Menschen löst das Balsam Allergien aus. Die Anzahl an Allergikern wird wohl im Laufe der Zeit noch weiter ansteigen, da der Stoff immer häufiger in Nahrungsmitteln vorkommt.
Wenn sie sich vor Perubalsam schützen möchten, ist es sinnvoll auch seine Synonyme zu kennen. Denn häufig werden Bezeichnungen wie Schwarzer Balsam, Chinaöl, Hondurabalsam, Indianischer Heilbalsam, Perubalsam, und und und verwendet, um von der bekannteren Benennung Perubalsam abzulenken.
